Magisch Frau sein- ein Weg in die schöpferische Präsenz

By Isla Pickis

In den Zeiten der Ur-Weisheit, in den lebendigen Zivilisationen und initiierten Schulen des alten Wissens, galt die Frau als heilig. Sie wurde nicht reduziert auf Fortpflanzung, nicht kontrolliert oder missbraucht, nicht in den Haushalt abgeschoben – sondern sie wurde verehrt, zutiefst respektiert, behütet und geschützt.

Es wurde darauf geachtet, dass ihr an nichts fehlte, damit sie den Raum harmonisch gestalten, ihre Kreation und Intuition ausleben und ihr Wunder der Welt schenken konnte.

Alles, was eine Frau denkt, spricht und verkörpert, hat einen direkten Einfluss auf ihr gesamtes Umfeld. Darum konnten Frauen Priesterinnen werden – schöpfende Wesen, die zum Ganzen beitrugen. Der Mann der an ihrer Seite stehen durfte, konnte sich als glücklich schätzen. Denn in der Frau lebt eine natürliche, tiefe Intuition, die – wenn man ihr folgt – ein Tor zum Paradies auf Erden öffnet.

Im Gegensatz dazu entstand eine tiefe Verzerrung in der harmonischen Ganzheit, wenn die Frau unterdrückt, missbraucht oder auf Fortpflanzung reduziert wurde – wenn man sie anschrie, verfolgte und hetzte. Durch dieses Abwerten der Frau wurde Chaos in die Welt getragen. Genau dies hat die Geschichte der letzten 2500 Jahre geprägt.

Doch nun ist die Zeit gekommen, in der wir Frauen wieder in unsere Verantwortung treten dürfen: Verantwortung über die Kräfte, die in uns und um uns wirken. Es ist der Weg der Selbsterkenntnis und des Erinnernd an die Ur-Weisheiten. Dieser Prozess geschieht nicht über das Anhäufen von Wissen, nicht über das „sich schlau lesen“. Er lädt vielmehr ein, eine innere Reise zu machen, in der das Vergessene wieder erfahrbar wird. Dafür braucht es Zeit, Hingabe und das Vertrauen, dass sich die Erinnerung im eigenen Herzen und Körper entfaltet. Nur so können wir uns von innen heraus leiten lassen – verbunden, klar und schöpferisch – und Heilung in unser Leben und in die Welt bringen.

Die Frau ist Hüterin und Trägerin der Schöpfungen, die in ihr gedeihen. Dafür braucht es ein harmonisches Umfeld, eine unterstützende Gemeinschaft – und einen Mann, der ihr mit Achtung zur Seite steht. Doch sie wählte nur den Mann, der dieser Aufgabe gewachsen war: einen Mann, der auch seine eigenen Schatten erkannt und durchdrungen hatte, nicht aus Besitzanspruch oder Machthunger handelte, sondern sie ehrte und ihr in Liebe und Klarheit diente. Nur in diesem heiligen Bund konnte die Frau ihr inneres Wissen und ihre schöpferischen Samen in voller Kraft erblühen lassen.

Magisch Frau sein bedeutet, diesem uralten Ruf zu folgen und uns zu erinnern, wer wir als Frauen wirklich sind. Es bedeutet, in die Tiefe zu gehen, uns innerlich auszurichten und vorzubereiten. Es bedeutet, zu wissen, wie wir die Kräfte in uns und um uns bewusst einsetzen können – als bewusste, selbsterkennende Teile der Ganzheit.

So werden wir Teil eines Aufwachens, von dem unser Umfeld, das Klima und die Gesellschaft als Ganzes profitieren können.

Wir alle spüren, dass die letzten Jahrtausende geprägt waren von Trennung, Missbrauch und Verzerrung. Doch heute stehen wir an einer Schwelle: die Erinnerung an die uralten Weisheiten erwacht, und wir Frauen sind eingeladen, unsere Kräfte bewusst zu nähren, unsere Samen der Schöpfung wieder zu ehren und der Welt ein neues Gleichgewicht zu schenken.

Und vielleicht noch ein kleines Augenzwinkern zum Schluss: Hier haben wir vor allem über die Wunder der Frau gesprochen. Doch wenn wir uns tiefer mit dem Mann befassen – mit seinem Wesen, seinem Archetyp und seiner heiligen Verkörperung – offenbart sich auch in ihm eine ebenso große Wunderkraft. Aber dazu ein andermal. 😉✨

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